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Disruption  – die neue Normalität in der Transportbranche

Disruption  – die neue Normalität in der Transportbranche

Disruption lautet derzeit das Schlagwort der Transportindustrie. Der dadurch beschriebene Umbruch ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, die vom Klimawandel bis hin zur „Sharing Economy“ reichen.  Wie können Flottenbetreiber ihren Mitbewerbern einen Schritt voraus bleiben und sich die aus den derzeitigen Veränderungen ergebenden Chancen für ihre Geschäfte nutzen? Das Mieten von Trailern und die daraus resultierende Flexibilität ist eine viel versprechende Option.

Die wichtigsten umwälzenden Faktoren

Welche Entwicklungen sind es, die die Disruption in der Transportbranche bewirken?

  • Klimawandel–Regierungen und Bürger äußern zunehmend Bedenken angesichts des zunehmenden Straßenverkehrs und der damit einhergehenden Umweltverschmutzung. Dies hat in Initiativen seitens von überstaatlichen Organisationen wie der EU gemündet, die darauf abzielen, die CO2-Emissionen von LKW zu reduzieren und nach Alternativen für Dieselmotoren Ausschau zu halten.
  • Urbanisierung– Die Bevölkerung in den Städten nimmt stetig zu, was die Problematik von Luftverschmutzung und Verkehrsstaus weiter verschärft. Dies hat einige Städte wie etwa Madrid dazu veranlasst, im Stadtzentrum strenge Kontrollen der Fahrzeugemissionen einzuführen, elektrischen und schadstoffarmen Fahrzeugen bevorzugt Zufahrt zu gewähren und Diesel- und Benzinfahrzeuge möglichst draußen zu halten. Die spanische Tageszeitung El País berichtet, dass die neuen Emissionskontrollen in manchen Stadteilen von Madrid zu einem Verkehrsrückgang von nahezu 32 Prozent geführt haben. Athen, London und Paris werden diesem Beispiel demnächst mit ähnlichen Initiativen folgen. (Quelle: The Verge) Alle diese Maßnahmen betreffen die „Lieferung auf der letzten Meile“.
  • Die „Sharing Economy“ – Die „Sharing Economy“ basiert auf „Technologie-Plattformen, die die gemeinsame Nutzung von Gütern, Ressourcen und Dienstleistungen in verschiedenen dynamischen Sektoren ermöglichen.“ (Quelle: Freightwaves) Besonders bekannte Beispiele solcher Sharing-Modelle sind AirBnB im Wohnungssektor sowie Lyft und Uber für Privat-PKW. Das Konzept wird auch bald eine wichtige Rolle im Bereich des Gütertransports auf der Straße spielen.
  • Der „Amazon“-EffektPwC berichtet, dass der internetbasierte Einzelhandel zwischen 2012 und 2017 jährlich um rund 10 % von 156 Mrd. € in 2012 auf 253 Mrd. € in 2017 gewachsen ist. Diese Zunahme und der disruptive Effekt mancher Online-Händler wie Amazon, die ihren Kunden Lieferungen am nächsten Werktag anbieten, haben die Lieferkette noch stärker unter Druck gesetzt. Dies hat Logistik- und Transportunternehmen zu Innovationen gezwungen.

Eine im Umbruch befindliche Transportbranche reagiert!

Die Transportbranche hat sich diesen tief greifenden Veränderungen auf mehrfache Weise gestellt:

  • Mechanische Technologie– Um die Transportindustrie in ihrem Bestreben, ihren Teil zur Einhaltung der Emissionsziele beizutragen, zu unterstützen, entwickeln Nutzfahrzeughersteller neue Antriebstechnologien, damit LKW-Flotten auf sauberere Technologien als Diesel umgestellt werden können.  So planen neben dem Start-up Nikola Motors etwa auch Hyundai und Toyota die baldige Einführung von Wasserstoff-Elektro-LKW. Etwas früher werden elektrisch angetriebene, leichte Nutzfahrzeuge verfügbar sein, die den Flottenbetreibern helfen werden, Lieferungen auf der letzten Meile in Ballungszentren abzuwickeln.
  • Digitale Technologie–Der technologische Fortschritt im Bereich des maschinellen Lernens, der künstlichen Intelligenz, der IoT und der Telematik hat auch im kommerziellen Straßentransport Einzug gehalten, so dass immer mehr Nutzfahrzeuge mit digitaler Ausstattung und Datensteuerung fahren. Diese Technologien sollen Flottenbetreibern, Fahrern und/oder den Fahrzeugen selbst helfen bessere Entscheidungen zu treffen. Der Kern dieser neuen Technologien bildet die Datenerfassung, in der Regel mit Hilfe von Sensoren.  Jeremy Rifkin, Autor des Artikels „The Zero Marginal Cost Society: the Internet of Things, the Collaborative Commons and the Eclipse of Capitalism“ schätzt, dass es bis 2030 „mehr als 100 Trillionen Sensoren geben wird, die Menschen und ihre Umwelt in einem sich global erstreckenden Netzwerk verbinden werden.“ (Quelle: Freightwaves)

Neue Potentiale 

Die Digitalisierung hat den Straßenfrachttransport revolutioniert. Flotten können heute verschiedene Technologien nutzen, wie etwa Adaptive Cruise Control (Abstandsregeltempomat) und die vorausschauende Instandhaltung. Dies könnte neue Einsparpotentiale bringen, wenn Flotten ihre LKW in Zügen fahren lassen, mit nur einem Fahrer, der die Kette im Notfall steuert, oder mit dem Einsatz von selbstfahrenden LKW in weiterer Zukunft. Angesichts der Entwicklungen im Straßengütertransport in den USA gab das Beratungsunternehmen McKinsey bekannt, dass der Verkehr innerhalb der Grenzen von Geofencing-Bereichen bis 2020 in hohem Maße automatisiert sein wird und dass auf Highways bis 2025 vollständige Autonomie mit Auflade- und Abladevorgängen auf der ersten und letzten Meile möglich sein wird. Die Berater sind auch der Meinung, dass auf den Highways bis 2022 oder 2023 das Platooning zur Realität wird. (Quelle: Freightwaves)

  • Anpassung an die Sharing Economy

Ted Choe, Principal of Strategy and Operations bei Deloitte, prognostiziert, dass „intensive Nutzer von Transportdienstleistungen in Zukunft zunehmend auf Sharing-Plattformen zurückgreifen werden, um bestimmte Anfragen zu erfüllen und somit Barmittel freizusetzen, die Anbieterabhängigkeit zu reduzieren und die Preise in Grenzen zu halten.“ (Quelle: Freightwaves) Er nennt sechs Felder, in denen Transportunternehmen von der Sharing Economy profitieren können.  Hierzu gehören

  • Zusammenarbeit von regionalen Spediteuren mit ihren Mitbewerbern, um Lieferungen außerhalb ihres üblichen Einzugsgebiets ausführen zu können
  • stärkere Nutzung von globalen Frachtbörsen Beispiele in Europa sind 123Cargo und Cargocore.
  • Nutzung von multimodalen Übergaben zwischen Spediteuren an bestimmten Punkten der Lieferstrecken
  • Crowdsourcing von Ressourcen in der Lieferkette. Die Vorteile machen sich hier besonders auf dem kostspieligsten Abschnitt der Lieferung bemerkbar, der letzten Meile. Cargomatic in den USA ist ein Beispiel für ein solches Modell nach dem „Uber“-Prinzip: Hier können Auftraggeber für ihre Ladungen Fahrer suchen, die für die gewünschte Strecke freie Kapazitäten zu einem bestimmten Zeitpunkt anbieten.
  • Auch bei der Lagerung vollzieht sich eine Crowdsourcing-Revolution, und viele Unternehmen nutzen die Angebote von auf Plattformen angebotenen freien Lagerkapazitäten.
  • Prädiktive Analysen verbessern die Sicherheit durch Nutzung von Crowdsourcing-Daten, beispielsweise um Fahrer über das Wetter zu informieren und sie vor bestimmten Routen bei schlechten Witterungsbedingungen zu warnen.

Stellen Sie sich der Disruption – mit TIP, Ihrem flexiblen Partner

Flexible Trailer-Kapazitäten sind für Flottenbetreiber der Schlüssel, um die sich aus dem Umbruch der Transportbranche ergebenden Potentiale optimal auszuschöpfen.

TIP Trailer Services bietet Kunden Flexibilität durch Trailer-Vermietung. Das Angebot umfasst unterschiedlichste Transportmittel, vom herkömmlichen Sattelauflieger bis hin zu Spezial-Trailern wie etwa Kühlaufliegern.  Diese Flexibilität versetzt Flottenbetreiber in die Lage, bei unerwartet steigender Nachfrage zusätzliche Trailer einzusetzen und diese bei nachlassender Auftragslage kurzfristig zurückzugeben, ohne unmittelbar in den Fahrzeugbesitz investieren zu müssen. Zudem stehen Flottenbetreibern beim Mieten die jüngsten Technologien zur Verfügung.

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