Geben Sie einen Wert ein.
  • Netherlands
    • Dutch
    • English
  • United Kingdom
    • English
Zurück

Fahrerbindung durch gutes Onboarding und andere Bindungsstrategien

Kabinenabbildung mit freundlicher Genehmigung von Mercedes Actros

Kabinenabbildung mit freundlicher Genehmigung von Mercedes Actros

Angesichts der Personalknappheit und einer relativ geringen Arbeitslosenquote in Europa stellt die Einstellung von neuen Fahrern für Flottenbetreiber eine Herausforderung dar. Gleichzeitig ist es ebenso schwierig, bereits beschäftigte Fahrer zu halten. In einem Artikel des Magazins Transport Info zum Flottenmanagement äußerte sich Vincent Gauthier, CEO von Gauthier Transports, wie folgt: „Unsere Fahrer sind unsere wichtigsten Vertreter.“ Wir messen unseren vorhandenen Fahrern zwar einen ähnlich hohen Wert bei, tun wir jedoch genug, um sie auch zu halten? Und wenn nicht, welche Bindungsstrategien können wir verfolgen?

Mitarbeitereinbindung ist der Schlüssel

Die „Mitarbeitereinbindung“ ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Fahrerbindung. Forschungsstudien haben ergeben, dass bis zu 20 % der Personalfluktuation innerhalb der ersten 45 Tage nach der Einstellung stattfinden.  Wenn die Tätigkeit oder die Flotte nicht den Erwartungen entspricht, die die Organisation bei der Anwerbung geweckt hat, ist es wahrscheinlich, dass der Fahrer sein Talent an anderer Stelle investiert.

Und umgekehrt: Wenn Sie Ihre Fahrer einbinden, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie bei Ihnen bleiben, sicherer fahren und starke Fürsprecher für Ihr Unternehmen sind. Einer Forschungsarbeit von Gallup and Gartner zufolge verzeichnen Unternehmen, die ihre Mitarbeiter erfolgreich einbinden, 37 % weniger Fehlzeiten, eine um 65 % geringere Personalfluktuation und eine um 30 % höhere Kundenzufriedenheit als jene Unternehmen, denen dies nicht gelingt. (Quelle: Irish Times)

Einbindungsstrategien

Hier finden Sie ein paar Ideen für mögliche Einbindungsstrategien.

  1. Onboarding

Um dem vorzeitigen Weggang von neu eingestellten Mitarbeitern entgegenzuwirken, sollten Unternehmen ein Onboarding-Programm unterhalten, das mindestens ein Jahr dauert und sich auf drei Schwerpunkte konzentriert: organisatorische, technische und soziale Aspekte. Mit einem solchen integrierten Ansatz können Sie Mitarbeiter dazu ermutigen, in Ihrem Unternehmen zu bleiben und sich hier weiter zu entwickeln. (Quelle: HBR)

 

Ein Onboarding-Programm sollte folgende Elemente enthalten:

  • Brand-Building, um Bewusstsein darüber zu schaffen, wie das Unternehmen und die Flotte operieren und was sie für neue wie auch bestehende Fahrer zu einem attraktiven Arbeitgeber macht. Das Unternehmen sollte alle Mitarbeiter dazu anhalten, in übereinstimmender Weise über die Vorzüge des Unternehmens zu kommunizieren. Diese Aussagen sollten auch in Marketing-Werkzeugen wie Webseiten und sozialen Medien klar dargelegt werden.
  • Ein Prüfverfahren bei Bewerbungsgesprächen, um herauszufinden, ob der potentielle Fahrer in kultureller Hinsicht gut in Ihr Team passt und umgekehrt.
  • Ein Programm, in dem die Werte Ihres Unternehmens und seine Funktionsweise erläutert werden, sowie Informationen dazu, welche Verhaltensweisen und Leistung von Fahrern innerhalb eines Jahres erwartet und welche Aufstiegsmöglichkeiten und Anreize geboten werden.
  • Strukturierte Kontaktpunkte wie z. B. geplante „Motivationsbesprechungen“ und Mentoring-Programme mit Rückmeldung über die Zufriedenheit mit der Arbeit und Leistung, den Kollegen und dem Unternehmen insgesamt, sowie regelmäßige informelle Gespräch sind sinnvoll. (Quelle: TTNews)
  1. Anerkennungsprogramme für Fahrer

Im Zuge ihrer Mitarbeitereinbindungs-Initiativen sollten Unternehmen ein Programm zur Fahrerauszeichnung einrichten und eine Kultur pflegen, in denen die Fahrer besonders wertgeschätzt werden. Es sollte sich um eine Kultur handeln, in denen die Fahrer in ihren Rollen und bei ihren Problemen Unterstützung erhalten und gegenseitige Hilfe zwischen Kollegen bei der Problemlösung gefördert wird.

Die Anerkennung kann von einem einfachen Dank an die Fahrer für eine gute Arbeit bis hin zu etwas aufwändigeren Formen der Auszeichnung reichen. Europäische Unternehmen, bei denen ein Anerkennungsprogramm für Fahrer eingerichtet wurde, sind zum Beispiel:

  • die Zufall Logistics Group, die im Jahr 2018 acht Auszubildende zum Berufskraftfahrer einstellte, denen eine überdurchschnittliche Bezahlung, eine Altersvorsorge und Fortbildungen geboten werden. „Wir wollen unseren Truckern signalisieren, dass sie wesentlicher Teil unserer Wertschöpfungskette und der Versorgungssicherheit der Wirtschaft sind“, erklärt Zufall-Geschäftsführer Jürgen Wolpert. Ein eigens engagierter Trainer schulte daher die Disponenten im Umgang mit den Fahrern. Die Entladung an der Rampe übernehmen die Lagermitarbeiter, um die Fahrer zu entlasten. (Quelle: Eurotransport)
  • Neben Schulungsangeboten und internen Beförderungsmöglichkeiten motiviert das Unternehmen Bassen Logistic seine Mitarbeiter mit einer Geldkarte, auf die es eine monatliche Prämie überweist, um Fahrer für bestimmte im Voraus vereinbarte Leistungen zu belohnen. (Quelle: Eurotransport)
  • Bei Transport Duval arbeiteten Fahrer mit der Geschäftsführung zusammen, um individuelle Lackierungen für ihre Trailer zu entwerfen, beispielsweise eine amerikanische Landschaft oder ein Design mit einem Slogan, der den Fahrern etwas bedeutet. CEO Sebastien Duval berichtet, dass diese Initiative zur Verbesserung des Firmenimages beigetragen, bei den Fahrern einen gesunden Wettbewerb um die individualisierten Trailer geschaffen und Gesprächsthemen mit Fahrern anderer Unternehmen geboten hat. Alle hatten dabei eine Menge Spaß. (Quelle: Transportissimo)

 

  1. Beziehungsaufbau

Der Aufbau einer echten Beziehung im ersten Jahr kann dazu beitragen, dass neue Fahrer mehr Vertrauen in das Unternehmen haben und sich weniger isoliert fühlen. Ron Carucci, ein Experte für Mitarbeitereinbindung, empfiehlt, dass Besprechungen zwischen neuen Mitarbeitern und ihrem Manager organisiert werden sollten, bei denen eine Handvoll Personen identifiziert werden, zu deren Erfolg der neue Mitarbeiter beiträgt und umgekehrt. Dann sollten die neuen Mitarbeiter im Verlauf des ersten Jahres jede dieser Personen persönlich kennen lernen, um somit besser mit der Organisation vertraut zu werden. (Quelle: HBR)

Auch hier hat Transport Duval interessante Ideen umgesetzt. Das Unternehmen setzt auf gemeinsame Aktivitäten, um den Beziehungsaufbau und Gemeinschaftssinn zu fördern. CEO Sebastien Duval ist der Meinung, dass es vor der Rekrutierung besser ist, zunächst vorhandene Arbeitnehmer zu halten, indem man eine Atmosphäre schafft, in der sich alle wohl fühlen. Er meint: „Bei uns wird viel miteinander gesprochen. Das heißt, wir interessieren uns mehr für den Menschen als für die Maschine. Nicht selten organisieren wir Tage oder Abende, an denen wir zusammenkommen, beispielsweise beim Go-Kart-Rennen oder anderen gemeinsamen Aktivitäten.“ (Quelle: Transportissimo)

TIP und Fahrereinbindung und -retention

Wenn Sie an weiteren Informationen dazu interessiert sind, wie TIP Trailer Services Ihr Unternehmen mit Lösungen angesichts der Fahrerknappheit unterstützen kann, nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

2019/07/12

Teilen Sie diesen Artikel

        

"LKW Auflieger- Vermietung: Wie sieht die Zukunft aus?"

LKW Auflieger- Vermietung: Wie sieht die Zukunft aus?

2019/10/16

"DELTA PARK Truck Secure Parking erhält die höchste Zertifizierun..."

DELTA PARK Truck Secure Parking erhält die höchste Zertifizierung nach TAPA Parking Security Requiremen...

2019/10/08

" Rüsten Sie sich für die KI-Revolution in der Logistik "

Rüsten Sie sich für die KI-Revolution in der Logistik

2019/10/04