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Austausch von Logistikdaten zahlt sich aus

Bislang war das Austauschen von Geschäftsdaten etwas, das wir nur ungerne taten. Wir sind besorgt wegen des Datenschutzes, der Sicherheit und der Risiken, dass unsere Daten in die Hände unserer Konkurrenten fallen könnten. Wenn wir jedoch unsere Rentabilität und Effizienz steigern und unsere CO2-Emissionen im Logistikgeschäft reduzieren möchten, müssen wir unsere Daten zusätzlich zu unseren direkten Kunden mit anderen Akteuren der Supply Chain teilen. Furcht einflößend oder Gewinn bringend?

Rendite durch Austausch von Logistikdaten

Die ABN AMRO führte in den Niederlanden eine Umfrage unter Logistik-Dienstleistungsanbietern und Spediteuren sowie Herstellern und Einzelhändlern durch. Sie fand heraus, dass der Austausch von Daten der Logistikbranche bares Geld einbringen kann. Aus der Studie ging hervor, dass durch Datenaustausch zwischen den Akteuren des holländischen Logistikgeschäfts ein schätzungsweise 10 % höherer Ladefaktor erwirtschaftet werden kann. Der höhere Ladefaktor könnte wiederum 10 % weniger zurückgelegte Strecken, 10 % weniger LKW, 10 % weniger Kosten und 10 % weniger CO2-Emissionen nach sich ziehen. (Quelle: ABN AMRO)

Zunehmende Komplexität

Die Lieferketten werden mit zunehmender Globalisierung immer komplexer. Eine in China hergestellte Kaffeemaschine, die an einen Kunden in Spanien geliefert wird, legt in der Regel mehrere Etappen mit verschiedenen Logistikmodi zurück, z. B. Straßentransport, Schienentransport, Schiffstransport und Lufttransport. Hinzu kommen noch mehrere Zollabfertigungen, Umschlagszentren und Lagerstätten.

Kunden bestellen immer mehr online und erwarten schnelle Lieferungen. Zudem steigt der Druck auf die Logistikbranche, u. a. aufgrund eines Fachkräftemangels sowie seitens der Politik und der Gesellschaft, die nach mehr Nachhaltigkeit in diesem Sektor verlangen.

Datenproblematik

Beim Logistikprozess entstehen riesige Mengen an komplexen Daten, die wir bisher noch nicht optimal nutzen. Forschungsergebnissen zufolge bleiben mehr als 140 Mrd. US$ in Form von Konflikten und gerichtlichen Verfahren in den Lieferketten hängen, was oft auf aufwändige Bürokratie und zum Großteil noch papierbasierte Dokumentation sowie auf einen Transparenzmangel zurückzuführen ist. (Quelle: Hublock)

Wert geht in unterschiedlichsten Situationen verloren, beispielsweise wenn Güter auf der Strecke blockiert sind, verloren gehen oder verschwendet werden, wenn Rechnungen beanstandet werden oder Zolldokumente nicht vollständig sind. Wenn an einer Stelle in der Lieferkette Daten fehlen, schlägt sich dies negativ auf die nächsten Glieder der Kette nieder. Die Folge davon sind u. a. Verzögerungen bei der Lieferung, Rentabilitätseinbußen, Rufschädigung gegenüber Kunden und Partnern sowie zusätzliche CO2-Emissionen.

Maßnahmen für mehr Umweltschutz

Die Studie der ABN AMRO kam zu der Schätzung, dass in den Niederlanden durch Datenaustausch eine Reduzierung der CO2-Emissionen um sage und schreibe 500.000 Tonnen erzielt werden könnte. Dabei wird zugrunde gelegt, dass LKW in den Niederlanden jährlich 5 Megatonnen CO2 ausstoßen.

Datenaustausch gewinnt nur langsam an Akzeptanz

Eine größere Datentransparenz über die gesamte Lieferkette hinweg würde maßgeblich zu mehr Effizienz in der Logistik beitragen. Jedoch tut sich die Logistikbranche bislang noch schwer mit dem Datenaustausch, und zwar aus zwei Gründen:

  • Fehlen von gemeinsamen technischen Standards: Firmen und öffentliche Körperschaften haben Systeme zum Datenaustausch mit Serviceanbietern und Kunden eingerichtet. Jedoch sind die verschiedenen Datenmanagementsysteme oftmals nicht untereinander kompatibel, so dass es schwierig ist, Daten mit einem Partner auszutauschen, der ein anderes System nutzt.
  • Sicherheitsbedenken: Viele Unternehmen stehen dem Datenaustausch mit Firmen außerhalb ihres unmittelbaren Wirtschaftssystems kritisch gegenüber, weil sie der Meinung sind, dass ihre Daten wettbewerbssensibel sind und möglicherweise zum Nutzen anderer gestohlen werden könnten.

Was die Akzeptanz fördern könnte

Zum Glück gibt es mehrere Faktoren, die dem Datenaustausch innerhalb der Logistikbranche schneller zu einer größeren Akzeptanz verhelfen können.

  • Zunehmend bessere Kommunikationstechnologie: Die Verfügbarkeit von kosteneffektiven Smartphones sowie Sensoren und drahtlosen Technologien mit großer Bandbreite wie etwa 5G, das derzeit in zahlreichen Europäischen Ländern implementiert wird, machen es Unternehmen leichter, ihre Ladung digital zu verfolgen und papierbasierte Prozesse zu digitalisieren, ohne dabei Kompromisse bei der Sicherheit eingehen zu müssen.
  • Internationale Zusammenarbeit im Hinblick auf die Implementierung von technischen Standards: Spediteure, Logistikunternehmen, IT-Unternehmen, öffentliche Körperschaften und Forschungsinstitute müssen zusammenarbeiten, um technische Standards für den Datenaustausch zu etablieren. Dies geschieht bereits auf internationaler Ebene, beispielsweise beim AEOLIX Projekt der EU, das im Rahmen des Horizon 2020 Programms ein neues europaweites Netzwerk zum Datenaustausch für die Logistik entwickelt. Experten der ERTICO, einer Partnerschaft zwischen öffentlichen und privaten Akteuren, der 120 Firmen und Organisationen angehören, und die IRU, der Weltdachverband der Straßentransportwirtschaft, arbeiten an der Schaffung dieses Netzwerks zusammen. Dabei werden derzeit 11 Pilotversuche im Bereich der Lieferketten über neun transeuropäische Netzwerkkorridore implementiert. (Quelle: Business Reporter)

Eine weitere internationale Initiative ist iSHARE, ein Datenaustauschsystem für die Logistikbranche, das von mehr als 20 holländischen Unternehmen des Logistik- und Transportsektors unter der Regie der holländischen Regierung konzipiert wurde. Dieses System wird bald auf internationaler Ebene verfügbar sein, nachdem es im März 2019 in den Maßnahmenplan der International Data Spaces Association aufgenommen wurde. (Quelle: iShare)

Bereitschaft der Industrie

Die Bereitschaft der Industrie zum Datenaustausch ist eine Realität. 97 % der Teilnehmer der ABN AMRO Befragung gaben an, dass sie dazu bereit seien. Die Studie fand heraus, dass 87 % der Serviceprovider der Logistikbranche davon überzeugt sind, dass der Datenaustausch zu mehr Effizienz in den Lieferketten, Kosteneinsparungen (67 %), einer besseren Nutzung der Kapazitäten (54 %) und Verringerung der CO2-Emissionen (61 %) beitragen wird. (Quelle: ABN AMRO)

Maßnahmenplan

Die ABN AMRO gibt Logistikanbietern, die vom Datenaustausch profitieren möchten, drei Empfehlungen.

  1. Logistikunternehmen müssen Daten in den Mittelpunkt ihrer Geschäftsstrategie stellen.
  2. Logistikunternehmen müssen mit ihren Kunden zusammenarbeiten und sie vom Mehrwert überzeugen, den der Datenaustausch mit anderen Parteien in der Kette bietet.
  3. Logistikunternehmen müssen längerfristige Partnerschaften mit ihren Kunden aufbauen, um das Vertrauen zu stärken. Dies wird schließlich den Austausch von mehr Daten begünstigen und die Leistungsfähigkeit der Lieferkette stärken. (Quelle: ABN AMRO)

TIP und der lohnende Austausch von Logistikdaten

Als einer der führenden Anbieter für kurz- und langfristige Miete von Transportmitteln in Europa, mit einer Flotte von rund 70.000 Einheiten, möchten auch wir unsere Daten mit Ihnen teilen, damit Sie auf einfache und kosteneffektive Weise von den Vorteilen des Austausches von Logistikdaten profitieren können.  Sie können Ihrer Flotte flexibel weitere Transportmittel hinzufügen oder welche herausnehmen, um sie basierend auf den Daten, die Ihnen aus der Lieferkette zukommen, an die schwankende Nachfrage anzupassen.

Wenn Sie sich eingehender darüber informieren möchten, wie TIP Sie durch Bereitstellung von Transportmittel zur kurz- oder langfristigen Miete bei der Wahrnehmung von neuen Geschäftspotentialen in Ihrer Lieferkette unterstützen kann, kontaktieren Sie uns.

2019/06/24

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